White Widow: Die Wirkungen der Bekannten Sorte

White Widow ist eine bekannte Hanfsorte, die aus Indika- und Sative-Pflanzen gezüchtet wurde. Alles zur euphorisierenden Wirkung der Sorte, ihrem Anbau und ihrer Verwendung.

White Widow: der wirksame Hybrid

White Widow zählt zu den berüchtigsten Cannabis-Sorten überhaupt. Die Sorte wurde in den 90er Jahren aus einem südindischen Indica und einem brasilianischen Sativa gezüchtet und erhielt ihren Namen aufgrund ihrer auffälligen weißen Buds. Die Blätter der Pflanze werfen besonders viel Harz ab, welches ein Indikator für die Potenz der Sorte ist. Die ersten White Widows hatten einen THC-Gehalt von 11 bis 12 Prozent. Inzwischen ist der THC-Gehalt auf 16 bis 20 Prozent angestiegen.
Die von Shantibaba, dem Gründer bekannter Cannabis-Züchter wie Green House Seeds, entdeckte Sorte hat ihren Ursprung in der alten brasilianischen Sativa-Landrasse Manga Rosa. Entdeckt wurde White Widow in Indien. Dort traf Shantibaba in den Bergen von Kerala auf einen Bauern, der die Pflanze speziell für eine hohe Harzproduktion kultiviert hat.

White Widow vereint die wichtigsten Effekte der beiden Stränge. White Widow macht euphorisch, energiegeladen und kreativ. Es hilft zudem beim Einschlafen und kann Angsterkrankungen entgegenwirken.
Die Pflanze hat seit ihrer Einführung im Jahr 1994 zahlreiche Preise gewonnen. 1995 wurde White Widow die Cannabis-Cup-Trophäe verliehen. Aus White Widow sind bis heute eine Reihe weiterer Sorten hervorgegangen, die ebenfalls mit Preisen ausgezeichnet wurden, darunter White Russian, White Rhino und Blue Widow.
White Widow weist einen scharfen Geruch auf, der an Kiefer und Gewürze erinnert. Geraucht entfaltet sich ein süßlich-fruchtiges Aroma mit einem erfrischenden Nachgeschmack. Der Duft des Rauchs erinnert an Kiwi und Zitrone und lässt deutlich auf die Sorte schließen. Andere Quellen beschreiben das Aroma von White Widow als blumig oder erdig.

Die Wirkung von White Widow

Je nachdem, ob das Cannabis geraucht, gedampft oder in Form eines Edibles verzehrt wird, treten unterschiedliche Effekte auf, die sich in verschiedenen Intensitäten bemerkbar machen und sich von Mensch zu Mensch unterscheiden.
Nach dem Rauchen tritt die energetische Wirkung der Pflanze bereits nach wenigen Sekunden ein. Anwender verspüren eine starke Euphorie und fühlen sich erhaben und kreativ. Oft entsteht ein Drang nach tiefsinnigen Gesprächen und geistig anspruchsvollen Tätigkeiten. White Widow reduziert Stress und hilft, Ärger und andere negative Gefühle zu vergessen.
Nach einigen Minuten kommt der Indica-Bestandteil der Hanfsorte zum Tragen. Die Wirkung wird schwerer und Müdigkeit tritt auf. Bei vielen Menschen kommt es nun zum sogenannten „Couchlock“ und dem Gefühl, ans Sofa gefesselt zu sein. Wird das Gras in einem Vaporizer verdampft, ist die Wirkung weniger intensiv, kann allerdings länger anhalten. Insbesondere Menschen mit Essstörungen wie Anorexie verwenden die Pflanze auf diese Weise, um den Appetit anzuregen.
Nach dem Verzehr eines Edibles dauert es zwischen 1 und 3 Stunden, bis die Wirkung einsetzt. Der Zeitraum hängt davon, welche Art von Edible verzehrt wird und ob der Genuss auf nüchternem Magen erfolgt. Flüssige Edibles gelangen über die Mundschleimhaut direkt ins Blut und entfalten ihre Effekte bereits nach 20 Minuten. Beim Verzehr von White Widow treten Euphorie und Tatendrang auf. Die Wirkung fällt wesentlich intensiver aus und hält deutlich länger an als beim Rauchen. Der Rausch kann je nach Menge des aufgenommenen Cannabis zwischen 3 und 6 Stunden dauern.

Anwendung bei körperlichen und psychischen Beschwerden

White Widow wird aufgrund ihrer euphorisierenden, antreibenden Wirkung gerne Morgens verwendet. Beliebt ist die Sorte bei allen Zielgruppen von Studenten bis hin zu Hausfrauen, die ihre Stimmung regulieren und aktiv bleiben möchten.
White Widow wird jedoch auch für medizinische Zwecke verwendet. Das grüne Gewächs wird in seinen verschiedenen Formen als Mittel gegen Stress, Angststörungen, Depressionen und Schlaflosigkeit eingesetzt. Angewendet wird White Widow je nach Bedarf und am besten immer in Rücksprache mit dem Hausarzt, der die Einnahme überwachen kann.
White Widow kann geraucht, gedampft, als Edible verzehrt oder in Form von Medikamenten eingenommen werden. Die häufigste Anwendung ist das Rauchen, denn White Widow produziert dichte Rauchschwaden, die einen Geschmack nach Zitrusschalen aufweisen.

Anbau der Sorte

White Widow kann Indoor und im Freien angebaut werden. Drinnen erreicht die Pflanze eine Höhe von bis zu einem Meter. Außerhalb kann White Widow mehrere Meter hoch werden, insofern es keine Einschränkungen gibt und der Boden ausreichend gedüngt ist. Aufgrund ihrer geringen Größe beim Indoor-Anbau, bietet sich White Widow für den Anbau mithilfe der bekannten SOG-Methode an.
Die Vegetationsperiode der Pflanze darf nicht abgekürzt werden. Optimalerweise wird White Whidow nur einmal gekappt und darf anschließend für vier Wochen wachsen. Das erhöht die Anzahl der Blütenstände und verbessert die Ausbeute. Vom Beginn der Blüte bis zur Ernte vergehen rund acht Wochen. Optimal ausgereizt wird die Trichom-Produktion bei einer zehnwöchigen Wachstumsperiode.

Beim Anbau im Freien ist eine frühzeitige Aussaat wichtig. Bis spätestens Mitte Oktober sollten die Blüten bereit für die Ernte sein. White Widow wirft eine große Menge Cannabis ab. Beim Indoor-Anbau sind zwischen 400 und 500 Gramm pro Pflanze möglich. Beim Anbau im Freien wirft die „Weiße Witwe“ bis zu 600 Gramm Cannabis ab.
White Widow benötigt lediglich ein passendes Klima und die richtigen EC- und pH-Werte. Wird gleichzeitig auf eine ausreichende Düngung geachtet, gedeiht die Pflanze prächtig und bedarf keiner besonderen Pflege. Der Grund ist die Fähigkeit der Sorte, mit wenig Wasser zu überleben. Der Dünger sollte sich aus Erde, Kokos und ein wenig Perlit zusammensetzen.