Nebenwirkungen von Cannabis Öl

Was ist Cannabis?

Seit März 2017 ist Cannabis als Medizin legalisiert. Zum Arzt gehen, und einfach nach einem Rezept fragen ist also nicht mehr ungewöhnlich. Cannabis ist der lateinische Name für Hanf und ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hanfgewächse. Er wird auch als Oberbegriff für Drogen wie Haschisch oder Marihuana verwendet.

Sie zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen. Hanf wird im fernen China aber auch in Indien schon seit sehr langer Zeit genutzt. Allerdings nicht nur als Medizin, sondern vor allem zur Fasergewinnung. Cannabis Öl wird aus den Samen des Nutzhanfs gewonnen. Da die Samen kein Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten, haben sie keine psychoaktive Wirkung, und verhindern somit das sogenannte “high” werden.

Herstellung von Cannabis Öl

Eines der sichersten Verfahren zur Gewinnung des Öls wird die subkritische Extraktion von CO2 empfohlen. Dabei werden sehr hohe Temperaturen eingesetzt, daher ist eine teure Ausrüstung nötig. Durch diese Methode entsteht öl das frei von Blattgrün ist, und daher ziemlich rein ist.

Nebenwirkungen von Cannabis Öl

Allgemein gesagt kommt es immer auf die richtige Dosierung an. Aber auch auf das Alter, und darauf wie sensibel der Körper auf das Öl reagiert. Dabei sollte man erst einmal mit einer weniger starken Dosierung starten, und sich dann langsam zu höheren Dosierungen vorarbeiten. Trotzdem gibt es wie bei jedem Medikament immer kleine mögliche Nebenwirkungen.

Trockener Mund

Eine sehr bekannte und öfter auftretende Nebenwirkung des Cannabis Öls ist ein trockener Mund. Dieser entsteht durch das Endocannabinoidsystem, das die Hemmung der Speichelsekretion verursacht. In einer argentinischen Studie von 2016 wird gezeigt, dass Cannabinoid-Rezeptoren den submandibulären Drüsen vorhanden sind, die für die Speichelproduktion verantwortlich sind.

Erhöhtes Zittern bei Parkinson Patienten

Forschungen haben ergeben, dass bei einer zu hohen Dosierung die Symptome der Parkinson Krankheit stärker werden können. Es kann sein, dass durch das Öl das Zittern eher verschlechtert wird. Jedoch ist das in den meisten Fällen eher unwahrscheinlich.

Bei einer angemessenen Dosierung aber sind viele positive Wirkungen nachzuweisen.

Schläfrigkeit

Diese Nebenwirkung ist sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil. Falls man Schwierigkeiten mit dem Einschlafen hat, ist das die perfekte Medizin dafür. Man muss keine starken Schlaftabletten nehmen, die einen auch am nächsten morgen noch müde machen, sondern wird einfach durch das Cannabisöl ein wenig schläfrig, und kann somit leichter einschlafen. Diese Nebenwirkung konnte noch nicht vollständig bewiesen werden, jedoch ist es durchaus möglich, dass Cannabis Öl in einer hohen Dosierung zu Schläfrigkeit führen kann.

Niedriger Blutdruck

Auch bei dieser Nebenwirkung kommt es wieder auf die Dosierung an. Aber auch auf das Alter des Patienten. Je nach Alter kann der Körper stärker oder weniger stark auf das Öl reagieren. Eine zu hohe Dosierung kann einen Blutdruckabfall verursachen. Falls sie bereits Medikamente wegen ihren Blutdrucks nehmen sollten, empfehlen wir vor der Einnahme des Öls einen Arzt aufzusuchen.

Benommenheit

Die Benommenheit die manchmal auftritt, kann durch eine höhere Dosierung des Öls verursacht werden. Diese Nebenwirkung ist aber nur vorübergehend, und kann durch das Trinken von Kaffee oder Tee schnell wieder gelöst werden.

Beeinflussung der Plazenta

In Zellexperimenten aus dem Jahr 2013 wurde festgestellt, dass das CBD das P-Glykoprotein aber auch das Breast-Cancer-Resitance-Protein beeinflusst. Diese beiden Proteine sind wichtig für eine funktionsfähige Plazenta. Sie und morphologische Eigenschaften könnten also beeinflusst werden, und einem Embryo somit schaden.

Wechselwirkung mit Medikamenten

Besonders wenn sie noch zusätzlich Medikamente jeglicher Art bereits einnehmen, sollten sie mit Vorsicht an die CBD Öle herangehen. CBD wird wie die meisten Medikamente in der Leber abgebaut. Jedoch werden dadurch die beiden Enzyme CYP2C19 und CYP2D6 gehemmt. Dadurch bleibt das Medikament länger im Blut, was jedoch besonders bei starken Medikamenten gefährlich werden kann.

Wirkung von Cannabis mit THC

Es gibt einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Ölen. Der Hauptunterschied ist jedoch der THC (Tetrahydrocannabinol) Gehalt. Dieser Stoff ist für die psychoaktive Wirkung, das sogenannte “high” werden verantwortlich. Dazu gehören auch Halluzinationen und Depression.  Aber auch Missstimmung, und ein Gefühl die Kontrolle zu verlieren sind nicht auszuschließen. Er ist jedoch in Deutschland ab einem gewissen Prozentanteil in Deutschland verboten, und fällt unter das Betäubungsgesetz.