Männliche Hanfpflanzen zuverlässig erkennen

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Wenn es um den Anbau von Cannabis geht, sind männliche Hanfpflanzen für den Großteil der Grower ein leidiges Übel. Das liegt daran, dass in den männlichen Pflanzen nur sehr wenig CBD enthalten ist, und die Ernte somit bezüglich Qualität und Quantität negativ beeinträchtigt wird. Aus diesem Grund ist es unabdingbar, dass Du bereits in einer frühen Phase der Blütezeit das Geschlecht der Pflanzen zuverlässig bestimmen kannst.

Cannabispflanzen können entweder weiblich, männlich oder gar zwitterig sein, letzteres kommt allerdings eher selten vor. Möchtest Du aber vom THC in den Blüten profitieren, sind lediglich die weiblichen Exemplare von Nutzen. Willst Du also keine Samen gewinnen, dann solltest Du alle Zwitter und männlichen Hanfpflanzen nach der Identifizierung schnellstmöglich vernichten. Doch woran kannst Du die männlichen Hanfpflanzen zuverlässig erkennen? Dieser Frage wollen wir in unserem Artikel einmal genauer nachgehen.

Warum sind männliche Hanfpflanzen bei Growern eigentlich so gefürchtet?

Grundsätzlich sind männliche Cannabispflanzen ja nicht schlecht, allerdings sind sie unbrauchbar, wenn Du es auf die berauschenden Inhaltsstoffe der Blüten abgesehen hast. Selbstverständlich findet man diese Substanzen auch im männlichen Hanf, die Konzentration ist jedoch wesentlich geringer, darüber hinaus ist auch das Erntegewicht niedriger. Wenn Du also eine weibliche und eine männliche Hanfpflanze gleicher Größe miteinander vergleichst, so bringt Dir das männliche Exemplar höchstens fünf Prozent der Wirkstoffmenge ein.

 

Sollte es sich um einen leichten Zwitter handeln, und eine Bestäubung in näherer Umgebung ist ausgeschlossen, so kannst Du die männlichen Blüten einfach von Hand entfernen, so dass Du die Pflanze nicht komplett abschreiben musst. Möchtest Du Dich mit der Aussortierung von männlichen Hanfpflanzen gar nicht abmühen, solltest  Du von Anfang an auf Stecklinge oder so genannte feminisierte Seeds setzen.

 

Botanisch betrachtet ist die Zweigeschlechtigkeit der Cannabispflanzen eine ganz außergewöhnliche Eigenschaft. Bei normalen Pflanzen hast Du also eine 50/50 Chance auf weibliche oder männliche Blüten. Die Blüten der weiblichen Pflanzen sind reich an CBD, während die Pollensäcke der männlichen Exemplare nur der Bestäubung dienen können. Problematisch wird es im Grunde erst dann, wenn diese Pollen eine weibliche Marihuana-Pflanze bestäuben, denn durch die Befruchtung wird die Ausbildung der Blüte beeinträchtigt. Das führt dann dazu, dass einerseits die Blüte leidet und andererseits auch weniger CBD gebildet wird. Gerade beim Homegrow solltest Du deshalb die männlichen Pflanzen frühestmöglich erkennen und eliminieren.

 

Die Blütezeit der Hanfpflanzen

 

Um die männlichen Hanfpflanzen zum richtigen Zeitpunkt aussortieren zu können, musst Du natürlich erst einmal wissen, wann sich diese Pflanzen in der Blüte befinden. Beim Homegrow wird die Blütezeit maßgeblich von der Länge der täglichen Beleuchtung geregelt. Wenn Du die Beleuchtung auf höchstens 12 Stunden am Tag einstellst, dann werden sich die Cannabispflanzen in die Blütephase begeben. In ihrer natürlichen Umgebung würde die Hanfpflanze also von etwa Mitte August bis Mitte September blühen. Die Blütephase kann dann zwischen fünf und 12 Wochen andauern.

 

Wenn Du Hanf zuhause anbaust, muss Du diese Bedingungen also simulieren. Aus diesem Grund muss Du strikt zwischen Tag und Nacht trennen, weshalb der so genannte 12/12-Zyklus angewandt werden sollte. Wenn Du Deine Hanfpflanzen 12 Stunden am Tag beleuchtest, dann werden sie anfangen zu blühen. Dann musst Du diese Beleuchtung mit einer Natriumdampflampe über die komplette Blütezeit gewährleisten. Folgen dann 12 Stunden absolute Dunkelheit, und Du hältst diesen Rhythmus bei, so wirst Du nach ein bis drei Wochen die ersten Blüten erkennen können.

 

Männliche Cannabispflanzen und Zwitter lieber vernichten

 

Früher gab es noch eine feminisierte Pflanzen, so dass man auf die Arbeit mit Stecklingen angewiesen war, oder sich mit männlichen, weiblichen und zwitterigen Pflanzen befassen musste. Da es sich um eine zweihäusige Pflanzenart handelt, kann sie sowohl männliche als auch weibliche Blüten hervorbringen, manchmal sogar an der gleichen Pflanze.

 

Trägt der Wind die Pollen zu den weiblichen Blüten, dann werden diese zwar genauso schwer, ein Großteil des Gewichts machen aber die Samen aus. Wenn es Dir also um die berauschenden Wirkstoffe des Cannabis geht, musst Du die männlichen Exemplare zum richtigen Zeitpunkt ausmerzen, bevor es überhaupt zu einer Befruchtung kommen kann. Das gleiche gilt auch für Zwitter, auch diese solltest Du lieber gleich entfernen.

 

So kannst Du männliche Hanfpflanzen ganz einfach identifizieren

 

Vor dem Einsetzen der Blütezeit, kannst Du mit bloßem Auge das Geschlecht einer Hanfpflanze eigentlich kaum bestimmen. Eine Erkennung ist erst dann möglich, wenn die männlichen Exemplare für die Bestäubung der weiblichen Pflanzen bereit sind. Allerdings hast Du dann nur wenig Zeit zur Verfügung, eventuell ist es Ende August schon zu spät. Aus diesem Grund musst Du Deine Pflanzen in dieser Phase alle paar Tage sorgfältig begutachten, damit eine Eliminierung noch vor dem Öffnen der Blüten möglich ist.

 

Die Blüte der männlichen Hanfpflanzen beginnt normalerweise etwas früher, damit der Blütenstaub rechtzeitig zum weiblichen Pendant gelangen kann. Am Beginn der Blüte, kannst Du im oberen Bereich an den Verzweigungen kleine runde Kügelchen entdecken. Diese kommen meistens in Knäulen vor, bei Zwittern aber gerne auch einzeln. Öffnen sich diese männlichen Hanfblüten, dann hängen die Staubbeutel an den Staubfäden heraus. Diese Staubbeutel erinnern von ihrer Form her am ehesten an Bananen. Entfernst Du diese nicht umgehend, wird Blütenstaub ausgestoßen und verbreitet.

 

Diese Faktoren können die Ausbildung des Geschlechts beeinflussen

 

In der Tat gibt es verschiedene Einflüsse, die sich auf die Entwicklung des Geschlechts auswirken können. Wenn Du Dir dieser Faktoren bewusst bist, kannst Du unter Umständen sogar die Entstehung von männlichen Hanfpflanzen verhindern. Das Geschlecht einer Hanfpflanze wird zwischen der sechsten und der zwölften Woche festgelegt. Stress in jeglicher Form macht deinen Hanfpflanzen definitiv zu schaffen, deshalb solltest Du bei der Pflege sehr behutsam vorgehen.

 

Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit fördert die Entwicklung von männlichen Exemplaren, das gilt auch für die Beleuchtung mit Lampen, die einen erhöhten Rotanteil aufweisen, Blaulicht wäre hier von Vorteil. Auch die Dauer der Beleuchtung hat einen Einfluss auf die Geschlechtsentwicklung. Es gibt die Annahme, dass man durch eine kürzere Belichtungsphase das Wachstum von weiblichen Pflanzen begünstigt. Allerdings lässt sich diese Vermutung eher auf den Anbau von Cannabis im Freiland übertragen. Mehr Licht bedeutet natürlich auch mehr Wärme, so dass sich bei höheren Temperaturen auch mehr männliche Exemplare ausbilden. Du solltest auch unbedingt darauf achten, dass das Medium immer ausreichend feucht ist.